Wahlprogramm an der Uni Innsbruck

Du willst leistbaren Wohnraum?
Wir auch!

Innsbruck ist mit durchschnittlich 15 € Mietzins pro Quadratmeter die teuerste Landeshauptstadt Österreichs. Aufgrund der erst kürzlich beschlossenen zweijährigen Wartefrist und der Koppelung an die Mitbewohner_innen, haben nur wenige Studierende Anspruch auf die Mietzinsbeihilfe. Mittels der Wiedereinführung dieser ohne Wartefrist und unabhängig von Mitbewohner_innen, könnten wir Studierende unseren Mietaufwand kurzfristig senken. 

Oft sind wir Studierende gezwungen, unzumutbare Wohnsituationen, zu hohe Mieten sowie Vertragsbruch seitens der Vermieter_innen zu akzeptieren. Da die zeitlichen und finanziellen Mittel von Studierenden oft zu begrenzt sind, um gegen unrechtmäßige Wohnsituationen vorzugehen, wollen wir, dass die ÖH in Kooperation mit Expert_innen uns Studierenden Rechtsberatung und Rechtsvertretung in Mietfragen anbietet.

Das Grundproblem der Innsbrucker Wohnsituation ist der zu geringe Wohnraum. Um dieses zu lösen, braucht es eine Leerstandabgabe, um Wohnraumspekulationen entgegenzuwirken, sowie mehr sozialen Wohnbau, speziell auf Studierende angepasst. Diese kleinen, kompakten Wohnungen nennt man SMART-Wohnungen.

Wir wollen mehr:

  • Die Mietzinsbeihilfe ab dem ersten Tag für alle Studierenden
  • Leerstandabgabe gegen Wohnraumspekulation
  • Förderung von sozialem Wohnbau und SMART-Wohnungen
  • Rechtsberatung und Rechtsvertretung in Mietfragen durch die ÖH

Du willst eine ÖH für alle?
Wir auch!

Aufgabe der ÖH ist es, das Leben von uns Studierenden zu erleichtern und uns eine umfassende Unterstützung während des Studiums bereitzustellen. Wir setzen uns für eine ÖH ein, die von unten nach oben aufgebaut wird. Das heißt, die ÖH soll sich mit den Themen auseinandersetzen, die von uns Studierenden an sie herangetragen werden. Um dies zu ermöglichen, muss die ÖH-Arbeit transparent und verständlich vermittelt werden; beispielsweise durch Livestreams von Sitzungen oder durch Question&Answer-Runden. Somit können Studierende direkt Fragen und Anliegen bei der ÖH anbringen und gemeinsam diskutieren. In einen aktiven Austausch mit der ÖH müssen ebenso die Studierendenvertretung (Stv) und die Fakultätsstudienvertretung (Fstv) miteinbezogen werden.

Wir wollen mehr:

  • eine regelmäßige Q&A Runde mit der ÖH
  • eine Ausweitung der finanziellen Fördertöpfe für sozial benachteiligte Studierende
  • eine ÖH, die jede StV und FStV miteinbezieht
  • eine transparente ÖH, die ihre Arbeit nach außen hin verständlich macht

Du willst freie Bildung?
Wir auch!

Für uns als VSStÖ steht soziale Gerechtigkeit an oberster Stelle. Der Zugang zum Studium darf nicht davon abhängig sein, wie viel Geld die Erziehungsberechtigten verdienen. Kostenpflichtige Sprach- und Vorbereitungskurse sowie Aufnahmetests, die Voraussetzung für viele Studiengänge sind, stellen eine finanzielle Hürde dar. Diese hält viele interessierte Menschen von der Hochschule fern. Um zusätzliche Kosten weiter zu minimieren, muss uns Studierenden ebenfalls vermehrt Lehrmaterial digital zur Verfügung gestellt werden und das Online-Lehrangebot ausgebaut werden. Freie Bildung bedeutet auch kritische Bildung. Um den eigenen Bildungsweg vielfältiger zu gestalten, muss sowohl das Angebot freier Wahlfächer als auch das Veranstaltungsangebot der ÖH ausgebaut werden. Denn wir lernen nicht nur im Hörsaal, sondern Ideen entstehen vor allem im Austausch und in der Diskussion mit anderen. Damit Studierende miteinander ins Gespräch kommen, werden Plattformen benötigt, die eine Vernetzung ermöglichen.

Daher wollen wir:

  • Die Abschaffung finanzieller Hürden rund um das Studium
  • Kritische Bildung durch freie Bildung
  • Plattformen zur Studierendenvernetzung

Du willst mehr Feminismus?
Wir auch!

Da es nicht nur in der Gesellschaft, sondern auch an der Hochschule noch immer massive Ungerechtigkeiten zwischen den Geschlechtern gibt, sollte Feminismus auch hier gelebt werden. Die Hochschule sollte einen Raum darstellen, in dem sich alle Personen, egal welchen Geschlechtes, welcher Herkunft, oder welcher Identität, frei weiterbilden können. Noch entspricht dies nicht der Realität. Frauen* erfahren auch an der Hochschule immer wieder Sexismus, entwürdigende Äußerungen sind hierfür lediglich ein Beispiel. Anlaufstellen, wie die Arbeitskreise für Gleichbehandlungsfragen (AKG), sind an öffentlichen Universitäten bereits gesetzlich verankert. Diese sind den Studierenden jedoch weitgehend unbekannt und gleichzeitig oft überlastet.

Die Benachteiligung von Frauen* speziell im Hochschulbereich wird weiters an dem Phänomen der sogenannten Leaky Pipeline ersichtlich. Dieses bezeichnet das Absinken des Frauen*anteils, je höher der Studienabschnitt, beziehungsweise die Position. Die aktive Bekämpfung dieser Ungleichheit ist unser Ziel.

Wir wollen mehr:

  • Sensibilisierungsschulungen für Universitätspersonal
  • ergänzende kritische Geschlechterforschung
  • Frauen*vernetzungsplattformen für Studentinnen* und Universitätsangehörige
  • Ausbau des AKG